Schönste Gebäude in ganz Karben

Teil 2 unserer 20 Jahre Gerätehaus "Am Breul" Geschichte

Zeitungsartikel FNP

Viele gemeinsame Stunden verbrachte die Feuerwehrmänner und -frauen, um das neue Gerätehaus zu planen. Die Ärmel wurden hochgekrempelt, die Sache angegangen. Ein wenig Skepsis blieb vorerst noch. Sich einig waren die Wehr Groß-Karben und Klein-Karben jedoch bei der Grundstücksauswahl. Der heutige Standort “Am Breul 3” brachte viele Vorteile mit sich. Zum einen ist es stadteigen und liegt für beide Stadtteile sehr zentral. Auch das Industriegebiet, wo viele Feuerwehrkameraden arbeiteten, liegt nur unweit entfernt. Nur wie sollte nun die Kompromisslösung aussehen? Kopfzerbrechen, viele lange Abende vergehen im Lande. Eine gemeinsame Unterkunft sollte her, bei der die “Selbständigkeit beider Wehren garantiert wird”, so Peter John, Ehrenwehrführer Klein-Karbens im Jahr 1992. Beide Wehren wollten das Gleiche haben. Dies hat zur Folge, dass es heute zwei Umkleidekabinen, zwei Jugendräume und zwei Eingänge sowohl in die Funkzentrale, als auch in den Unterrichtsraum gibt. Zwar handelt es sich bei letzterem um einen großen Raum, bei denen auch Lehrgänge abgehalten werden können, jedoch wurde 1996 noch über eine Trennwand in der Mitte des Raumes abgestimmt. Die Mehrheit war, neben keiner oder einer festen, für eine Schiebewand. Diese sollte damals stolze 15.000 DM kosten. Vermutlich auch aufgrund des hohen Preise wurde diese Anschaffung wieder über den Haufen geworfen oder geriet einfach in Vergessenheit. Existieren tut die angedachte Schiebewand bis heute nicht.

Grundsteinlegung neues Gerätehaus Am Breul im Jahr 1994

Bis nach Bayern fuhr man für die Planung, um sich bei anderen Feuerwehren Ideen zu holen. Zwei Jahre lang dauerte es, bis man zusammen mit Peter Rhein, damaliger Leiter des Hochbauamtes, die heutige Kompromisslösung fand. Es sollte, laut dem damaligen Stadtbrandinspektor Günter Scheller “das schönste Gebäude in ganz Karben” werden. Ein echtes Schmuckstück mit einer “funktionalen und räumlichen Trennung, die auch die Möglichkeit einer engen Zusammenarbeit beider Wehren gewährt”, weiß Karl-Heinz Schumacher, ehemaliger Wehrführer Klein-Karben.

Bau des neuen Gerätehauses, hier: Blick auf die spätere Funkzentrale

1994 war es dann soweit, der Grundstein wird gelegt, der Bau konnte beginnen. Insgesamt werden 7,6 Millionen DM investiert. Das neue Gebäude sollte auch zentrale, stadtweite Funktionen wie Kleiderkammer oder Atemschutzwerkstatt übernehmen. Auch ein Büro für den Stadtbrandinspektor ist, genauso wie Büroräume für den Wehrführer Klein-Karben, als auch den von Groß-Karben, vorhanden. Der Bau auf dem 9800 qm großen Areal dauert 3 Jahre. “Man kann hier ja auch nicht 0815 bauen”, so Scheller.


lesen Sie nächsten Sonntag, 18.06.2017 über die Einweihung des neuen Gerätehauses, die ersten Reaktionen und über die ersten gemeinsamen Jahren beider Wehren