Schwerer Verkehrsunfall Höhe Biogasanlage – Feuerwehren proben überörtlich

Interkommunale Zusammenarbeit“ nennt Karbens Stadtbrandinspektor Christian Becker die gemeinsame Alarmübung vom 31.05.2017 der Feuerwehren aus Karben und Nidderau.

Gegen 19:30 Uhr wurden sowohl die Wehren Karben Mitte, Burg-Gräfenrode und der ELW aus Petterweil, sowie die Wehr Nidderau - Heldenbergen auf die Strecke K 246, zwischen Groß-Karben und Heldenbergen in Höhe der Biogasanlage alarmiert. Angenommen wurde ein schwerer Verkehrsunfall. Gerade diese Strecke gilt als unfallträchtig und wird derzeit saniert. Die K246 verbindet Karben mit der Stadt Nidderau im angrenzenden Main-Kinzig-Kreis. Ein Frontalzusammenstoß zwischen zwei Fahrzeugen, ein weiterer PKW konnte nicht bremsen und krachte in die Unfallstelle“, so beschreibt Torsten Seifried, Wehrführer Feuerwehr Heldenbergen und zusammen mit Daniel Gold Organisator der angelegten Großübung, das Ausgangsszenario. „Sechs Verletzte, alle sind eingeklemmt“, so Seifried weiter. Keine leichte Aufgabe, jeder Schritt muss sitzen. Teamwork und Kommunikation ist nun gefragt.

Nur rund neun Minuten nach der Alarmierung treffen die ersten Fahrzeuge ein. Ein erster Überblick wird geschafft, die Fahrzeugführer aus Karben und Heldenbergen sprechen sich kurz ab, wer kümmert sich um welches Fahrzeug. In einem Fahrzeug befindet sich eine bewusstlose Person, um die kümmern sich die Kameraden aus Heldenbergen als erstes. Die Fahrzeuge werden zunächst unterbaut und gesichert. Insgesamt kommen drei hydraulische Rettungsgeräte nahezu gleichzeitig zum Einsatz. Alles wirkt koordiniert. Karbens Feuerwehrvizechef Christoph Häusler behält den Überblick und wahrt, trotz des realistischen Szenarios mit schreienden Verletzten, einen kühlen Kopf. Häusler gibt hier und da einige Kommandos, auf beiden Seiten – aber es läuft. Durch die Vielzahl an Feuerwehrleuten und Rettungsgeräten wurden alle Verletzten zügig befreit. Sichtlich zufrieden beobachten Becker und Nidderaus Stadtbrandinspektor Volker Reis dem Geschehen zu. Hand in Hand arbeiten ihre Feuerwehrleute zusammen.

Gemeinsam üben, das sei wichtig. Wir müssen auch über den Tellerrand der eigenen Stadt hinaus schauen“, so Becker. „Es ist sinnvoll, wenn die eine Wehr von der einen und die andere von der anderen Seite kommt. Das bringt Vorteile.“, fügt Reis hinzu. Trotz Kreisgrenze sei es in solchen Fällen wichtig, wenn der eine an den anderen denkt und weiß was für Fahrzeuge, sowie Material an die Einsatzstelle kommt. „Jeder schätzt den Fuhrpark des anderen“ ist sich Reis sicher. Feuerwehr sei immer Teamarbeit. Reis schaut bereits weiter und schmiedet für die Zukunft weitere gemeinsame Pläne. Auch gemeinsame zukünftige Alarmierungen seien nicht gänzlich ausgeschlossen. Gerade auf der K 246, die nach der Sanierung mit Sicherheit die Hauptachse nach Frankfurt werden wird, könnte es in Zukunft zu Einsätzen kommen. Sollte dies so sein, sind Karben und Nidderau nun vorbereitet.


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