Feuerwehrleute müssen auch improvisieren können 

Verkehrsunfälle kommen im täglichen Leben vor. Durch modernste Technik gehen die Zusammenstöße meist glimpflich aus. Leider kommt es jedoch vor, dass ab und an Menschen in ihren Autos eingeklemmt werden. Dann kommen wir – Ihre Feuerwehr. Durch ständiges Üben halten wir uns auf dem neusten Stand, damit wir im Ernstfall schnell und professionelle Hilfe leisten können. Generell übt die Feuerwehr an Personenkraftwagen vom Schrottplatz. Doch vergangene Woche übten die Wehren aus Karben Mitte und Okarben auf dem Hofgut Mäser an einem amerikanischen Camper. „Wir hatten eine riesen Chance, um mal was ganz anderes zu machen“, so Übungsleiter Rene Seemann. Dieser Meinung waren auch seine Kameraden. Es ist eine ganz andere Herangehensweise als bei einem PKW. „Es war interessant zu sehen“, so Seemann weiter „wo wir mit normalen Gerätschaften weiter kommen und wo man improvisieren muss“. Die Floriansjünger hatten verschiedenste Möglichkeiten zur Fahrzeugöffnung ausgetestet. Der Camper wurde zunächst unterbaut. Eine Gruppe verschaffte sich einen Zugang über die Dachluke, die andere Gruppe baute die Rettungsplattform auf, um dann mit der Säbelsäge eine Öffnung zu schaffen. Eine weitere Gruppe hatte die Seitentür mit dem Halligan Toll, Säge und Säbelsäge entfernt und eine große Öffnung geschaffen. „Die Vorgehensweise generell ist genau zu erkunden“, weiß Seemann sicher und bedankte sich bei den Firmen Wrona Karosseriezentrum, Eritt GmbH, H & H Transport und Logistik GmbH für diese gelungene Möglichkeit. Eine unvergessliche Übung für die Sicherheit der Bürger der Stadt Karben....weiterlesen

Ich würd bis 70 weiter machen

Jahreshauptversammlung Feuerwehr Karben


Zu insgesamt 144 Einsätzen musste die Feuerwehr Karben im Jahr 2017 ausrücken. Dies waren 20 Einsätze mehr als 2016. „Und auch hier waren die Einsatzzahlen bereits um 25% gestiegen“, berichtet Stadtbrandinspektor Christian Becker bei der gemeinsamen Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Stadt Karben. Anlässlich dieser fanden sich zahlreiche Mitglieder der insgesamt sechs Feuerwehren am Freitagabend, 20.04.2018 im Dorftreff Rendel ein. „Insgesamt konnten wir 12 Menschenleben im vergangenen Jahr retten“, so Becker weiter. Zu den spektakulärsten Einsätzen im Stadtgebiet zählen wohl der Großbrand einer Feldscheune im März, die vier gleichzeitig brennende Gartenhütten im Juli oder ein Wohnungsbrand in Petterweil, bei dem vermeintlich eine Person noch vermisst wurde und somit acht Atemschutztrupps gleichzeitig eingesetzt wurden. Mitunter musste die Feuerwehr im März zu zwei schwere Verkehrsunfälle ausrücken. Hier konnten die eingeklemmten Personen befreit und Leben gerettet werden. Zu einem eher ungewöhnlichen Verkehrsunfall rückte die Feuerwehr im Juli aus. Zwei Motorräder stießen frontal zusammen. Ein Unfallbeteiligter starb, der andere liegt bis heute im Krankenhaus. Diese immer weitere steigenden Einsatzzahlen und Herausforderungen zeigen, wie wichtig das Ehrenamt Feuerwehr ist. „Nur durch euch kann der Brandschutz in Karben sichergestellt werden“, so Becker stolz zu seiner Mannschaft. Becker bedankte sich herzlichst bei dem ebenfalls der Versammlung beiwohnendem Bürgermeister Guido Rahn (CDU), der die Feuerwehr sehr stark unterstützt.... weiterlesen

Danke Franz !

In tiefster Trauer und schweren Herzens teilen wir mit, dass unser langjähriger Feuerwehrkamerad Franz Wagner im Alter von 78 Jahren gestorben ist.

Die Feuerwehr ohne Franz ist nahezu unvorstellbar. Über 60 Jahre lang war er ehrenamtliches Mitglied. Eine lange Zeit, auf die er selbst sehr stolz war. Franz schaffte es stets durch seine Art, die Mannschaft zusammenzuhalten. „Einer für alle und alle für einen“ und „unsere Kameradschaft ist in schweren Situationen das Wichtigste“ sind nur eine seiner zahlreichen, wahren Sprüche.

Franz trat am 01.01.1957 der Feuerwehr bei und stieg 1987 in den Rang des Löschmeisters auf.

Franz baute ein eigenes Feuerwehrarchiv auf. Somit dokumentierte er Geschichten der Feuerwehr seit Ende der 30er Jahren bis heute. Franz hatte immer eine Anekdote aus früheren Zeiten parat und war auch noch nach dem Eintritt in die Alters- und Ehrenabteilung in dieser sehr aktiv.

Mit seiner Ehefrau Elke, mit der er seit über 50 Jahren verheiratet war, unternahm er zahlreiche Ausflüge.  Franz ist als ehemaliger Omnibusfahrer und seine Ehefrau als ehemalige äußerst beliebte Kindergärtnerin in Karben weit bekannt.

Franz hat so viel für unsere Feuerwehr getan, ja er gehört zu unserem Inventar. Worte können unseren Dank nicht zum Ausdruck bringen, jedes Wort wäre hier zu wenig.

Du wirst uns sehr fehlen – Danke Franz für einfach alles, dass du so warst, wie wir dich kannten und liebten !


Unser aufrichtiges Mitgefühl gilt in dieser schweren Zeit seiner Ehefrau Elke, seinem Sohn, sowie allen Angehörigen.


In tiefster Trauer, Freiwillige Feuerwehr Karben Mitte

Karben, 30.03.2018

 

Personensuche mit glücklichem Ende

Rund 100 Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr, Rote Kreuz und Rettungshundestaffel waren am Abend des 26.03.2018 bei einer Vermisstensuche in Karben involviert. Eine Seniorin besuchte am Mittag den Friedhof in Klein-Karben und war von dort nicht zur Wohnanschrift zurückgekehrt. Verwandte meldeten die Frau gegen 17:00 Uhr bei der Polizei als vermisst. Zügig wurden umfangreiche Suchmaßnahmen, bei dem auch ein Polizeihubschrauber zum Einsatz kam, gestartet. Gegen 19:54 Uhr wurden alle Stadtteile der Feuerwehr Karben zur Unterstützung hinzu alarmiert. Suchbereiche wurden unter der Leitung von Stadtbrandinspektor Christian Becker für die Einsatzkräfte einsatztaktisch eingeteilt. Doch kurz nachdem man mit den Suchmaßnahmen beginnen wollte, erreichte die Einsatzkräfte die erfreuliche Nachricht – die Karbenerin wurde im Bereich von Schöneck aufgefunden. Nach Angaben der Polizei hatte sie sich bei einem Sturz verletzt und kam ins Krankenhaus.

Zweimal Feueralarm, einmal Gasgeruch

Die Feuerwehr Karben Mitte rückte innerhalb von 24 Stunden zu insgesamt drei weiteren Einsätzen aus.

Am Montag, 05.03.2018 ging es gegen 08:57 Uhr zunächst zu einer ausgelösten Brandmeldeanlage in einen Karbener Verbrauchermarkt.  Hierbei handelte es sich glücklicherweise um einen Fehlalarm. Ein PKW Brand, zu dem die Wehr am selbigen Tag gegen 11:44 Uhr alarmiert wurde, war ebenfalls rasch gelöscht.

Am Dienstag, 06.03.2018 ging es zusammen mit den Wehren aus Petterweil, Okarben, Burg-Gräfenrode, dem Stadtbrandinspektor Christian Becker, sowie einem Rettungswagen und dem Gerätewagen-Messtechnik der Feuerwehr Friedberg gegen 07:59 Uhr zu einem Gasgeruch in den Rodheimer Weg nach Okarben. Anwohner hatten den Gasgeruch aus einem unterirdischen Tank gemeldet. Vorsichtshalber wurden die angrenzenden Reihenhäuser geräumt. Alle durchgeführten Messungen verliefen glücklicherweise negativ, so dass die Anwohner wieder zurück in ihre Wohnungen und die Einsatzkräfte nach rund einer Stunde wieder abrücken konnte.

Zwei Einsätze innerhalb kürzester Zeit 

Am Freitag, 02.03.2018 musste die Wehr aus Karben Mitte zu zwei Einsätzen innerhalb von wenigen Stunden ausrücken. Gegen 11:20 Uhr ging es zu einer eingeschlossenen Person im Fahrstuhl. Gegen 12:59 Uhr dann zu einer brennenden Gartenhütte. Die Person wurde befreit, das Feuer rasch gelöscht. Es gab keine Verletzten.

Neue Wärmebildkameras bei Jahreshauptversammlung

Gleich zwei neue Wärmebildkameras wurden von den beiden Vereinen Klein- und Groß-Karben für die Einsatzkräfte aus Karben Mitte angeschafft und anlässlich der Jahreshauptversammlung der Wehr Karben Mitte feierlich an die Wehrführung übergeben.  Die Investitionen, die im Ernstfall Menschenleben retten kann, werden auf die zwei Löschfahrzeuge für den Angriffstrupp hinterlegt. Sie sind sehr handlich und einfach in der Bedingung. Bei einem Brand können sich so die Einsatzkräfte bei verrauchten Wohnungen unter „Nullsicht“ schnell orientieren und eventuelle Personen rasch auffinden. Aus insgesamt 49 Mitgliedern bestand die Feuerwehr Karben Mitte zum Ende des Jahres 2017, davon fünf Frauen - berichtet Wehrführer Marco Seemann auf der vierten Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Karben Mitte am Samstag, 27.01.2018. Seemann blickt auf ein ereignisreiches Jahr 2017 zurück. So wurde der Gerätewagen-Gefahrgut außer Dienst geschafft. Sinnvolle Materialien, wie EX-Schutz Funkgeräte, wurde auf andere Fahrzeuge verteilt. Die Wehr Karben Mitte musste zu knapp hundert Einsätzen ausrücken. Von insgesamt 57 Brandeinsätzen war über die Hälfte Fehlalarme durch ausgelöste Brandmeldeanlagen. 36 Übungen, sowie Unterrichte, zuzüglich weitere diverse Atemschutz und CSA- Fortbildungen wurden von seiner Mannschaft besucht. Hinzu kämen Lehrgänge auf Kreisebene und auf der Hessischen Landesfeuerwehrschule in Kassel. Die Wehr sei somit auf einem sehr guten Ausbildungsstand... weiterlesen