Feuerwehrleute müssen auch improvisieren können

Verkehrsunfälle kommen im täglichen Leben vor. Durch modernste Technik gehen die Zusammenstöße meist glimpflich aus. Leider kommt es jedoch vor, dass ab und an Menschen in ihren Autos eingeklemmt werden. Dann kommen wir – Ihre Feuerwehr. Durch ständiges Üben halten wir uns auf dem neusten Stand, damit wir im Ernstfall schnell und professionelle Hilfe leisten können. Generell übt die Feuerwehr an Personenkraftwagen vom Schrottplatz. Doch vergangene Woche übten die Wehren aus Karben Mitte und Okarben auf dem Hofgut Mäser an einem amerikanischen Camper. „Wir hatten eine riesen Chance, um mal was ganz anderes zu machen“, so Übungsleiter Rene Seemann. Dieser Meinung waren auch seine Kameraden. Es ist eine ganz andere Herangehensweise als bei einem PKW. „Es war interessant zu sehen“, so Seemann weiter „wo wir mit normalen Gerätschaften weiter kommen und wo man improvisieren muss“. Die Floriansjünger hatten verschiedenste Möglichkeiten zur Fahrzeugöffnung ausgetestet. Der Camper wurde zunächst unterbaut. Eine Gruppe verschaffte sich einen Zugang über die Dachluke, die andere Gruppe baute die Rettungsplattform auf, um dann mit der Säbelsäge eine Öffnung zu schaffen. Eine weitere Gruppe hatte die Seitentür mit dem Halligan Toll, Säge und Säbelsäge entfernt und eine große Öffnung geschaffen. „Die Vorgehensweise generell ist genau zu erkunden“, weiß Seemann sicher und bedankte sich bei den Firmen Wrona Karosseriezentrum, Eritt GmbH, H & H Transport und Logistik GmbH für diese gelungene Möglichkeit. Eine unvergessliche Übung für die Sicherheit der Bürger der Stadt Karben.